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DateitypMitgliederbrief 2011/2 Seite drucken zurück zur vorherigen Seite
 || Nr.362 || Datum: 19:36:54 31.10.2011 ||

                                                                                      im August 2011

Mitgliederbrief 2/2011

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

dieser Brief knüpft unmittelbar an die Berichte und Veranstaltungshinweise des letzten Mitgliederbriefes an.

Der „Tag der offenen Tür“ am 13. Juni erlebte einen intensiven Austausch der Besucher über die Arbeit des Fördervereins bei traumhaftem Frühsommerwetter im renovierten Freisitz der ehem. Synagoge. Wir ließen viele Projekte unseres Fördervereins und unserer Kooperations-partner Revue passieren – Projekte, denen auch Sie reges Interesse entgegengebracht haben. Danke!

Im Rahmen seiner Vorträge „70 Jahre danach“ beleuchtete Walter Ullrich den „Überfall auf die Sowjetunion“. Quellen waren Dokumente und Zeitzeugenberichte aus dem Buch „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ von Harald Welzer und Sönke Neitzel. Es sind dies Zeugnisse brutalsten Vernichtungswillens. Auch flossen Zitate aus dem Buch „Anständig geblieben. Nationalsozialistische Moral“ von Raphael Gross ein. Gross, Historiker und Leiter des Jüdischen Museums in Frankfurt; zeigt auf, wie die National-sozialisten Anstand, Ehre und Moral instrumentalisierten und in ihr Gegenteil pervertierten. An diesen Vortrag schloss sich eine rege, mit je unterschiedlichen persönlichen Erinnerungen geprägte Diskussion der Zuhörer an – lebendige Zeitzeugenschaft.

Die nächsten Vorträge der Reihe „70 Jahre danach“ finden statt am

1. September 2011 - 20.00 Uhr - Ehemalige Synagoge Erfelden

„Phasen der Vernichtung in der Sowjetunion“. Die Einsatzgruppen auf ihrem Weg mit den drei Heeresgruppen der Naziwehrmacht und "Praxis des Massenmordes".

Bitte beachten Sie:

entgegen früheren Ankündigungen beginnt dieser Vortrag erst um 20.00 Uhr!

10. November 2011 - 19.30 Uhr - Ehemalige Synagoge Erfelden

Organisation des Terrors. Die nationalsozialistischen "Volkswohltaten": „Winterhilfswerk“, „Kraft durch Freude“, "Aufmärsche und Volksbelustigung".

 

Weitere Ankündigungen, verbunden mit herzlicher Einladung:

1. Oktober 2011 -  15.oo Uhr

"Jüdische Spuren" Hans-Jürgen Vorndran stellt vor:

„Gemeinsam mit der Stadt Mörfelden-Walldorf und dem Katholischen Bildungswerk (Walldorf) lädt der FV Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V. zu einem Rundgang durch die Mörfelder Altstadt am Samstag, dem 1. Oktober 2011 von 15 bis 17 Uhr herzlich ein. Treffpunkt ist der Gedenkstein für die jüdischen Familien am Rathausplatz (Ostseite).                                                                                    

Die Leitung der Veranstaltung hat Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Vorndran, der das Projekt "Stolpersteine gegen das Vergessen in Mörfelden-Walldorf" verantwortet hat. Er wird von Mitstreitern/innen des Projekts unterstützt. Exemplarisch soll anhand des Schicksals einzelner Familien an einen oft "vergessenen" Teil der Ortsgeschichte erinnert werden. Zum Abschluss ist eine Gesprächsrunde in der Evangelischen Kirche in der Langgasse vorgesehen“.

 

Gene geben wir zwei Veranstaltungshinweise unseres Kooperationspartners

„Memor Gernsheim. Erinnerung – gegen das Vergessen e.V.“ weiter, der seinerseits in Kooperation mit dem „Auerbacher Synagogenverein e. V. einlädt:

 Sonntag, 16. Oktober 2011 -   18.00 Uhr

ehemalige Synagoge Bensheim-Auerbach, Bachgasse 32-34

Lesung mit Walter Renneisen: Jitzak Katzenelson, "Das Lied vom letzten Juden"

 Donnerstag, 20. Oktober 2011 - 19.30 Uhr

ebenfalls  in der ehemaligen Synagoge Bensheim-Auerbach

„Jiddische Lieder und Klezmer“ mit dem Trio Dreydele (Sonja Gottlieb – Gesang, Gitarre, Percussion, Uli Holzhausen – Gesang, Klarinette, Gitarre, Matthias Leßmeister – Akkordeon, Gesang). Eine musikalische Reise vom Shtetl nach Amerika.

 

Nach wie vor widmet sich der Förderverein dem Kunstprojekt „Stolpersteine“ im Kreis

Groß-Gerau. Hier waren und sind Vereinsmitglieder sehr aktiv beteiligt, wie etwa

Hans-Jürgen Vorndran (Mörfelden-Walldorf) und Folkmar Schirmer (Rüsselsheim):

Sie knüpfen kommunalpolitische und kirchlich Kontakte, gewinnen neue Kooperations-partner, planen und organisieren Veranstaltungen rund um die Verlegung der Steine,

leisten intensive Öffentlichkeitsarbeit.

 Derzeit liegt ein Schwerpunkt in Büttelborn. Elke Jurischka-Leimbach, Gerhard Wicht und Dr. Ulrich Trumpold begleiten das Projekt vor Ort. Elke Jurischka schreibt dazu:

 

„Die Verlegung von fünf Stolpersteinen für die Familie Hirsch aus Büttelborn, findet am 24. Oktober 2011 um 9.00 Uhr in der Weiterstädter Str. 12 statt. Während der Gedenkstunde für die Verlegung durch den Künstler Gunter Demnig werden Büttelborner Konfirmanden die Mitglieder der Familie Hirsch vorstellen. Außerdem wird Dr. Joachim Hahn, Webmaster der Internetseite Alemania Judaica, über den Weg eines Vermächtnisses von Johanna Hirsch berichten und Petra Kunik von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt ein Gebet zum Gedenken sprechen.“

Hierzu noch ein aktuelles Detail: Vor wenigen Wochen fanden Gebetbücher und Familienfotografien zurück in de Hände der Tochter Elsie Hirsch-Levi, vermittelt durch deren Freundin Marie Beißwenger und Dr. Ulrich Trumpold, Büttelborn.

Verloren und neu gefunden.

 Über den jeweils aktuellen Stand des Projekts „Stolpersteine“ im Kreis Groß-Gerau unterrichtet Sie unsere Homepage www.fjgk.de  > Stolpersteine > Mörfelden-Walldorf – Groß-Gerau – Rüsselsheim – Büttelborn – Riedstadt – Bischofsheim – Raunheim (mit Ankündigungen, Berichten, Bildern, Presseveröffentlichungen).

                                                                                                                                            - 2 -

Im Juli dieses Jahres erreichte den Förderverein eine bewegende, zutiefst anrührende Nachricht, die mit zwei Buchveröffentlichungen beginnt:

 Fern Schumer Chapman,

Mutterland … ein Leben nach dem Holocaust. Eine Tochter fordert die Erinnerung zurück. Amerikanische Originalausgabe 2000, Deutsche Erstausgabe 2002.

 Fern SchumerChapman, Is it Night or Day?  New York 2011.

 Die amerikanische Journalistin spürt der Lebensgeschichte ihrer Mutter nach: Edith Westerfeld, in Stockstadt gebürtig und 1938 unter dem Druck der nationalsozialistischen Repressalien von den Eltern nach Amerika geschickt. Auf einer gemeinsamen Reise nach Stockstadt im „Mutterland“ erkennt Fern das „andere Selbst“, die jüdischen Wurzeln von Edith. Ein Buch von verlorener und neu gefundener Identität.

 Edith erreicht Amerika mit einem der Kindertransporte, die über 10.000 jüdische Kinder aus Deutschland retteten – in eine sichere, aber doch ungewisse Zukunft. Auf dem Schiff schließt Edith engste Freundschaft mit dem Mädchen Gerda, ebenfalls von ihren Eltern nach Amerika verschickt. Nach der Reise verlieren sie sich aus den Augen. Diese Reise beschreibt Trumer Chapman in „Is ist Night or Day?

Chapman stellt das Buch einer Oberschulklasse in Naperville/Illinois vor. Erschüttert von der Lesung setzen die Schüler alles daran, Gerda (Gerda Katz, jetzt Gerda Frumkin) zu finden. Und ihre intensive Recherche hat Erfolg. Die Schüler vermitteln zunächst einen Mail-Kontakt, die Freundinnen wissen nach 73 Jahren wieder von einander, und trafen sich vor einigen Wochen überglücklich in Seattle. Den Moment, in dem die Schüler Gerda Frumkin ausfindig machten, beschreibt einer der Schüler so: “I think I had a tear in my eye when we found her.” Getrennt und wieder verbunden.

 Ausführlicher dazu:

www.fernschumerchapman.com

www.youtube.com/watch?v=0j04xGtC_Wo

 

 Wir freuen uns auf die nächsten Begegnungen mit Ihnen und grüßen Sie herzlich

Walter Ullrich  ( 1. Vorsitzender )
 
| Autor: Jürgen Hedderich |
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Mitgliederbrief 1 / Mai 2011

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