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 || Nr.401 || Datum: 11:34:06 30.06.2012 ||
24. Mai 2012  | dirk

Konstruktiver Austausch im Vorfeld

Gedenken – Stadtparlament beschließt fast einmütig Verlegung von Stolpersteinen in Gernsheim

Der Kölner Künstler Gunter Demnig – unser Foto zeigt ihn bei einer Verlegeaktion in Büttelborn – soll nun auch in Gernsheim Stolpersteine verlegen. Das hat das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Stadt übernimmt die Kosten des ersten Steins.  Archivfoto: Alexander Heimann
| Vergrößern | Der Kölner Künstler Gunter Demnig – unser Foto zeigt ihn bei einer Verlegeaktion in Büttelborn – soll nun auch in Gernsheim Stolpersteine verlegen. Das hat das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Stadt übernimmt die Kosten des ersten Steins. Archivfoto: Alexander Heimann
GERNSHEIM. 


„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Um die Erinnerung an die Opfer des Hitlerregimes wach zu halten, hat der Kölner Künstler in den neunziger Jahren das Projekt „Stolpersteine“ entwickelt. Daran beteiligt sich nun auch die Stadt Gernsheim, wie die Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen hat. Eine Gegenstimme gab es einzig aus der FWG.
Das Thema auf die Tagesordnung gebracht hatten SPD und Grüne mit ihrem Antrag, der nach den Ausschussberatungen (wir berichteten) zu einer gemeinsamen Initiative mit CDU, GuD und FDP weiterentwickelt wurde. Nach und nach sollen nun zehn auf zehn Zentimeter große, mit einer beschrifteten Messingplatte versehene Betonsteine in den Bürgersteig eingelassen werden – und zwar vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der Holocaust-Opfer. Auf der Messingplatte stehen jeweils Name, Geburtsjahr, Datum der Deportation und Angaben über das Schicksal des betroffenen Menschen.
SPD und Grüne empfanden die überwiegend positiven Reaktionen im Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Soziales sowie im Haupt- und Finanzausschuss als Bestätigung, so Jan Deboy (SPD). Am Wochenende vor der Parlamentssitzung habe es dann regen E-Mail-Verkehr und viele Telefonate zwischen den Parteien gegeben. Diesen Austausch lobte Deboy als „sehr konstruktiv“.
Mit dem Parlamentsbeschluss hat der Magistrat den Auftrag erhalten, in Zusammenarbeit mit den hiesigen Heimat- und Geschichtsvereinen die Daten zu recherchieren, die zur Stolperstein-Beschriftung nötig sind. Marianne Walz (GuD) sagte für den Verein Memor, dessen Vorsitzende sie ist, bereits die Mitarbeit zu: Der 2008 gegründete Verein, der sich mit der Gernsheimer Geschichte von 1933 bis 1945 beschäftigt, habe Daten über die Schicksale von Nazi-Opfern recherchiert – und könne „einen gut vorbereiteten Fundus an personenbezogenen Fakten für die Stolpersteine zur Verfügung stellen“.
Dass es zu dem interfraktionellen Antrag kam, nannte Walz ein „außergewöhnliches Ereignis in diesem Hause“. Eines, das die GuD-Politikerin als „außerordentliche Genugtuung“ empfindet: „Das moralische Grundanliegen, unsere historische Verantwortung als Deutsche anzunehmen – wohl unterschieden von Schuld –, ist eine tragende Grundlage für diesen Antrag.“ Die Stolpersteine nannte Marianne Walz das größte Denkmalprojekt Europas, dessen humanistische Botschaft nun auch in Gernsheim einziehe.
Die Kosten für den ersten Gernsheimer Pflasterstein der Erinnerung übernimmt die Stadt. Weitere Stolpersteine sollen aus Spenden finanziert werden. Das Projekt soll so lange fortgeführt werden, bis vor jedem Gernsheimer Haus, in dem einst von Nazi-Schergen deportierte Menschen wohnten, ein solches Stück Gedenken liegt.

 
 

 
| Autor: Jürgen Hedderich |
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