Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.
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DateitypMitgliederbrief Jan.2015 Seite drucken zurück zur vorherigen Seite
 || Nr.626 || Datum: 15:18:58 28.02.2015 ||

Mitgliederrundbrief – 1. Halbjahr 2015

                                                                                                           hjv/01.2015

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer

des FV jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau,

ermuntert durch die positiven Rückmeldungen im zurückliegenden Jubiläumsjahr gehen wir das Neue Jahr 2015 mit einigen Veranstaltungen an, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten!

Im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim wird die renommierte Wanderausstellung„Legalisierter Raub. Der Fiskus und die  Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“ des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks gezeigt. Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 25. Januar 2015 um 13:00 Uhr eröffnet und dauert bis zum 19. April 2015.

Der Förderverein beteiligt sich im Rahmen des umfangreichen Beiprogramms mit regionalem Bezug mit zwei Veranstaltungen. Einer Führung auf dem Jüdischen Friedhof in Groß-Gerau,Theodor-Heuss-Straße, am 12. Februar 2015 um 14:30 Uhr mit dem Thema „Jüdische Schicksale aus dem Blickwinkel einer jungen Einwanderungsgesellschaft.“

Und in der ehemaligen Landsynagoge in Riedstadt-Erfelden, Neugasse 43, zeigen wir am 13. März 2015 um 19:30 Uhr den Film „Nicht ganz koscher“ mit anschließender Diskussion mit der anwesenden RegisseurinRuth Olshan.

Der Befreiung von Auschwitz gedenken wir in der ehemaligen Synagoge in Erfelden am27. Januar 2015 um 19:00 Uhr im Rahmen einer szenischen Lesung unter Mitwirkung der Büchner-Bühne mit Ausschnitten aus dem Buch von David Albahari „Götz & Maier“.

Im Café Extra in Büttelborn, Schulstraße 17, treten am 1. Februar 2015 um 19:00 Uhr die aus unserer Jubiläumsveranstaltung bekannten Daniel Kempin & Dimitry Reznik  mit„Jiddische Lieder“ auf. Wir empfehlen Ihnen diese Veranstaltung. Weitere Einzelheiten finden Sie unter www.CafeExtra.de

Am Vorabend der nächsten Stolpersteinverlegung in Riedstadt hält Frau Soja Wegner den Vortrag „Exil Uruquay“ im Alten Rathaus Crumstadt am 3. Februar 2015 um 19:00 Uhr. Sie wird sich dabei auch mit der Familie Levi aus Crumstadt beschäftigen.

Zur Erinnerung an die „Kornsand-Morde“ findet vor Ort am Denkmal am 21. März 2015 um 18:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung statt. Der Landtagspräsident von Rheinland-Pfalz Joachim Mertes und die Historikerin Andrea Neugebauer werden als Rednerin und Redner erwartet.

Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins findet in diesem Jahr am 06. Mai 2015 statt. Hierzu erfolgt noch eine gesonderte Einladung an alle Mitglieder.

Im Rahmen des Jahresprogramms der Erwachsenenbildung der katholischen Kirche in Walldorf bietet der Förderverein eine Führung „Spurensuche zum KZ-Außenlager Natzweiler-Struthof am Nordrand Walldorfs“ an. Dort mussten unter menschenunwürdigen Bedingungen 1.700 jüdische Frauen, vor allem aus Ungarn, Ende 1944 Zwangsarbeit beim Bau einer Rollbahn am Frankfurter Flughafen leisten. Treffpunkt ist der Familie-Jürges-Weg im Gewerbegebiet Walldorf-Nord am18. Juli 2015 um 15:00 Uhr.

  

Ferner setzt der Förderverein seine Vortragsreihe „70 Jahre danach“ fort und bietet mit dem Referenten Walter Ullrich folgende Themen an:

24. März 2015: „Kriegsende im Ried“

Die Erinnerung an das Ende des Krieges in unserer Region ist immer noch ambivalent. Niederlage oder Befreiung. Mörderisches Ende und Zusammenbruch der Lebensplanung. Trotz und Scham. Keine menschliche Regung, die nicht auch heute noch vorzufinden wäre. Die aussichtslosen „Endkämpfe“, die Morde am Kornsand, der Mut von Frauen  -  all das gehört zur Geschichte des Kriegsendes in unserer Region.

6. Mai 2015: „Agonie der Nazi-Wehrmacht / Implosion der Gewalt“

Der Krieg hatte im Herbst 1944 die Grenzen des nationalsozialistischen Deutschlands erreicht. Die Naziwehrmacht kämpfte nun nicht mehr im Besatzungsgebiet sondern auf heimatlichem Boden. Es kam zu Gewaltexzessen und Verbrechen an Zivilisten, die man als „genuin nationalsozialistische Gewalt“ bezeichnen kann. „Nerobefehl“ und „Flaggenbefehl“ einerseits und Befehle des OKW die Aufrechterhaltung der Manneszucht auch mit Gewalt durchzusetzen stehen nur in scheinbarem Widerspruch. Wehrmacht und Volksgemeinschaft waren militarisiert und entsolidarisiert. Jeder versuchte irgendwie durchzukommen.

9. Juni 2015: „Die Legende von der Stunde Null“

Hier geht es um den Gründungsmythos der Gesellschaft nach der Naziherrschaft. Es wurde ein Schlussstrich gezogen. Man hatte sich durch den „Geburtskanal“ der Endphase des Weltkrieges hindurchgezwängt, war noch einmal davon gekommen , ohne  vielleicht körperlichen Schaden zu nehmen und war doch innerlich leer und verletzt. Die bundesrepublikanische  Politik gab den Takt vor:  weil eine „Verwirrung  aller Vorstellungen über Rechtsordnung, Gerechtigkeit und Menschlichkeit“ geherrscht habe, sollte ein „Schlussstrich“ gezogen werden. Damit ist ein Referenzrahmen gesetzt für Verdrängung und Beschweigen.

Alle Vorträge finden in der ehemaligen Synagoge Erfelden jeweils um 19:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei und Gäste sind willkommen.

 

Auch in 2015 setzen wir unsere Mitarbeit in verschiedenen Initiativgruppen im Kreisgebiet zum Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig „Stolpersteine gegen das Vergessen“ fort. Mit der bisherigen Entwicklung sind wir zufrieden, auch wenn es gelegentlich Ablehnung, wie in Biebesheim, gibt. Die Mehrheit der Kommunen des Kreises hat sich für „Stolpersteine“ entschieden. Für uns besteht mit den „Stolpersteinen“ keine Exklusivität hinsichtlich der Art des Erinnerns, sondern sie sind eine sinnvolle Ergänzung der Erinnerungsarbeit, weil sie sich in einer der Verlegung  vorausgehenden, umfassenden Recherche mit einzelnen menschlichen Schicksalen befassen und uns überall im Alltag begegnen (sollen).

Die nächste Verlegung von Stolpersteinen im Kreis findet am 4. Februar 2015 in den Kommunen Büttelborn, Riedstadt und Gernsheim statt. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte der örtlichen Presse.

Natürlich finden sich alle Informationen zur Erinnerungsarbeit des Fördervereins auch auf der Hompage www.fjgk.de unter Aktuelles oder Stolpersteine.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und friedliches Jahr 2015 und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr

Walter Ullrich, 1. Vorsitzender


 
| Autor: Jürgen Hedderich |
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