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DateitypMitgliederbrief Juli 2016 Seite drucken zurück zur vorherigen Seite
 || Nr.698 || Datum: 14:00:47 31.07.2016 ||

Mitgliederrundbrief – 2. Halbjahr 2016

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer

des FV jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau,

zu Beginn der für Sie alle hoffentlich erholsamen Sommerpause, obwohl die Welt auch in diesen Wochen nicht zur Ruhe kommt, möchten wir Sie über unsere geplanten Aktivitäten informieren. Wir hoffen natürlich, dass Sie von den Angeboten Gebrauch machen und so unsere Arbeit unterstützen.

In Erinnerung an den Beginn des II. Weltkriegs durch Adolf Hitler wird unser Vorsitzender Walter Ullrich in der ehemaligen Synagoge Erfelden am 1. September 2016 um 19:30 Uhr auf die historischen Ereignisse mit dem Vortrag „Kriegsbeginn 1939“ eingehen.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Förderverein am landesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 11.09.2016 von 11:00 bis 16:00 Uhr. Wir öffnen für alle interessierten Besucher die ehemalige Landsynagoge in Erfelden, Neugasse 43.In diesem Zusammenhang zeigen wir ab dem 1. September für vier Wochen die Ausstellung „Brauchtum in Israel“. Der Vorstand steht für Gespräche bereit. Schauen Sie mal vorbei und lassen Sie sich auf die besondere Atmosphäre des sakralen Raums ein.

Wie in ganz Deutschland gedenken wir in der ehemaligen Synagoge Erfelden am 10. November 2016 um 19:30 Uhr mit einem Vortrag von Walter Ullrich der November-Pogrome 1938. Der Referent wird über die Hintergründe und den Ablauf der Angriffe der Nationalsozialisten auf Juden und ihr Eigentum berichten. Am gleichen Tage findet auch eine Gedenkstunde vor dem Jüdischen Friedhof in Groß-Gerau, in der Theodor-Heuss-Strasse neben dem Schwimmbad um 17:30 Uhr statt. Walter Ullrich wird für den Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis GG die Ansprache halten.

Am 27. Januar 2017 laden wir um 19:30 Uhr zum Shoa-Gedenktag in die ehemalige Synagoge Erfelden ein. Über den Inhalt der Veranstaltung wird rechtzeitig vorher über die Presse berichtet.

Das Projekt „Stolpersteine gegen das Vergessen“ ist nach wie vor ein Schwerpunkt der Arbeit des Vorstandes. Wo immer es im Kreis gewünscht wird, bieten wir unsere Unterstützung und Mitarbeit in den örtlichen Initiativgruppen an. Inzwischen sind in den meisten Kommunen des Kreises Erinnerungssteine an die Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere für unsere ehemaligen jüdischen Nachbarn vor ihrem letzten frei gewählten Wohnort verlegt. Gunter Demnig, Kölner Künstler und Initiator des Projekts, kommt wieder in der Kreis Groß-Gerau und ist am 6. September 2016 um 09:00 Uhr in Trebur-Astheim, um weitere Stolpersteine zu verlegen. Unter anderem wird mit einem Stein an den katholischen Pfarrer Karl Barth gedacht, der im KZ Dachau jahrelang gelitten hat. Beginn der Aktion ist in Alt Astheim Nr 44

Auch Sie können dieses Projekt unterstützen, indem Sie eine Patenschaft für einen Stolperstein in Höhe von 120 € übernehmen. Der Förderverein hat hierzu ein eigenes Spendenkonto bei der Kreissparkasse Groß-Gerau eingerichtet: IBAN DE36 5085 2553 0016 0325 42. Bitte geben Sie Ihre genaue Adresse an, damit wir Ihnen eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung erteilen können.

Abschließend wende ich mich nochmals mit einer persönlichen Bitte an Sie und interessierte Menschen in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis: Helfen Sie uns bei der Ansprache neuer Mitglieder zur Fortsetzung der nach wie vor wichtigen Erinnerungsarbeit. Vielleicht haben Sie auch ein Interesse an der Mitarbeit in den Stolpersteininitiativgruppen oder im Vorstand des Fördervereins? Oder wie wäre es mit einer ehrenamtlichen Mitarbeit in unserem umfangreichen Archiv und der gut ausgestatten Bibliothek? Diese Möglichkeit bietet sich auch für Schülerinnen und Schüler an. Beide Einrichtungen stehen übrigens kostenfrei nach Absprache zur Verfügung. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie einfach Walter Ullrich (06147 8361) oder Ulf Kluck (06158 2809) an oder schicken eine Email an: info@erfelder-synagoge.de.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gute Zeit mit etwas Muße für die Dinge, die im beruflichen Alltag oft zu kurz kommen

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ihr

Walter Ullrich, 1. Vorsitzender

 
| Autor: Jürgen Hedderich |
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