Erinnerung an Boykott

Gedenken – Stadt lädt für 1. April zum Putzen der Stolpersteine in der Farmstraße ein

MÖRFELDEN-WALLDORF.

Um die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung voranzutreiben, riefen die Nationalsozialisten am 1.April 1933 zum Boykott von Geschäften, Banken, Arztpraxen, Rechtsanwalts- und Notarkanzleien auf, die von Juden geführt wurden.

Um an die Opfer des Faschismus zu erinnern, lädt die Stadt zusammen mit dem Förderverein für Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau und der evangelischen Kirche Walldorf für Dienstag (1.) zu einer Gedenkveranstaltung an den Stolperstein vor dem Haus in der Farmstraße 24 in Walldorf ein. Um 17.30 Uhr wird Hans-Jürgen Vorndran vom Förderverein für jüdische Geschichte über die Boykottmaßnahmen der Nationalsozialisten informieren.

Mörfelden-Walldorfs Bürgermeister Heinz Peter Becker (SPD) berichtet von der Verlegung der Stolpersteine und der Notwendigkeit des Gedenkens. Jugendliche der evangelischen Gemeinde Walldorf gehen auf das Leben von Otto und Therese Ortweiler ein, die in der Farmstraße lebten, bevor die Faschisten sie vertrieben. Zudem putzen die Jugendlichen den Stein.