Verlegung wird vorbereitet

Gegen das Vergessen

Gedenken – Verlegung von Stolpersteinen in der Hauptstraße und in der Nauheimer Straße

Im November werden in der Hauptstraße und in der Nauheimer Straße die ersten Stolpersteine verlegt. Die Verlegung hatte die Gemeindevertretung im vergangenen Herbst beschlossen.
TREBUR.

„Stolpersteine“ ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das 1992 startete. Mit den kleinen quadratischen Betonsteinen soll an das Schicksal jener Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine werden in der Regel vor dem letzten frei gewählten Wohnsitz der Opfer verlegt.

Die zehn mal zehn Zentimeter großen Steine werden niveaugleich in das Pflaster des Gehwegs eingelassen. Auf der Oberseite befindet sich jeweils eine individuell beschriftete Messingplatte. Mittlerweile finden sich rund 45 000 solcher Steine nicht nur in Deutschland, sondern auch in 17 weiteren europäischen Ländern. Die kleinen Betonquader werden „Stolpersteine“ genannt, weil sie zum Gedenken einladen und die Opfer so vor dem Vergessen bewahren. Sie sollen die Menschen aus der Anonymität herausholen, und zwar dort, wo sie gelebt haben.

Gemeinsam mit dem Verein Heimat und Geschichte wird die Verlegung von der Gemeindeverwaltung vorbereitet. Ziel ist, für alle ehemaligen Bürger Treburs, die Opfer des NS-Regimes wurden, einen Stolperstein zu verlegen. Unterstützen können dieses Projekt auch alle Einwohner, und zwar durch aktive Mitarbeit oder durch die Übernahme einer Patenschaft für einen Stolperstein. Ein Stein kostet 120 Euro.

Kontakt Informationen zur Mitarbeit oder Übernahme einer Patenschaft gibt es bei der Gemeindeverwaltung unter 06147 20816 oder per E-Mail (kulturbuero@trebur.de).